Glossar

ACT
Activated Clotting Time – ein Test, der bestimmt, wie viele Sekunden das Blut benötigt, um zu gerinnen.

ARDS – Acute Respiratory Distress Syndrome
Die Lungenfunktion ist zum Teil oder komplett beeinträchtigt. Die Oxygenierung ist fast nicht möglich oder unmöglich, hingegen ist der Abbau von Kohlendioxid größtenteils nicht betroffen. Drei Viertel aller ARDS-Fälle kann man einer Sepsis, multiplen Wunden, Pneumonie oder der Ausatmung zuschreiben.

BIOLINE Coating
Eine Heparinbeschichtung, der den Oberflächen des Einwegartikels, die in Kontakt mit Blut sind, eine optimale Biokompatibilität verleiht.

COPD – Chronique Obstructive Pulmonary Disease
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung, v. a. gekennzeichnet durch die Behinderung der Ausatmung.

DEHP – Diethylhexyl-Phthalate
Diethylhexyl-Phthalat (DEHP) ist ein Weichmacher, der oft in PVC-Schläuchen verwendet wird, um sie weich und flexibel zu machen. DEHP kann durch Lösungen, die Lipide enthalten, aus dem PVC freigesetzt werden. Tierversuche haben gezeigt, dass die Aufnahme von DEHP die männliche Fruchtbarkeit verringert. Der Gebrauch von DEHP-freien Schläuchen wird für längerfristige Anwendungen mit Blut-Kontakt empfohlen.

Dekanülieren
Entfernen der Kanüle aus dem Blutgefäß.

ECC
Extrakorporaler Kreislauf.

ECLS-Pumpe (Herz-Lungen Maschine)
Die Pumpe, die den Blutfluss kontrolliert. Diese Pumpe agiert wie ein künstliches Herz.

ECLS
Extracorporeal Life Support – extrakorporale Kreislaufunterstützung.

ECMO 
ECMO ist ein spezielles Verfahren, das kranken oder verletzten Herzen oder Lungen die Möglichkeit gibt, sich zu erholen und gesund zu werden. Es beinhaltet den Gebrauch einer speziellen Herz-Lungen-Maschinen-Konfiguration für Patienten, deren Herz oder Lungen trotz aller anderer Behandlungen versagen. Die ECMO Ausrüstung fungiert als Herz (Pumpe) und Lunge (Oxygenator, der Sauerstoff bereitstellt). Es übernimmt die Arbeit dieser Organe, damit sie sich erholen und heilen können. Sind Lungen krank oder wurden verletzt, können sie keinen Sauerstoff bereitstellen und kein Kohlendioxid abbauen. Wenn das Herz krank ist, kann es das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper transportieren. ECMO ist vergleichbar mit einem Herz-Lungen-Bypass, wie er im Operationssaal verwendet wird. Allerdings unterstützt ECMO Patienten über längere Zeitspannen. Ist der Patient auf einen ECMO gesetzt, ersetzt der extrakorporale Kreislauf die Arbeit der Lungen und/oder des Herzens. Durch Oxygenierung und Beatmung (Abbau von Kohlendioxid) können sich Herz oder Lungen erholen.

Femorale Kanülierung
Einführen einer Kanüle in die Femoralgefäße der Leiste.

Fluss
Blutmenge, die in einem Kreislauf fließt. Diese wird mit den Werten Liter (l/min) oder Milliliter (ml/min) pro Minute angegeben.

FR
French ist der Maßstab, mit dem der äußere Durchmesser einer Kanüle beziffert wird. Der Durchmesser der Kanüle (in Millimetern) wird bestimmt, indem die French-Größe durch drei geteilt wird. Folglich entspricht eine zunehmende French-Größe einer Kanüle mit einem größeren Durchmesser.

HLW
Herz-Lungen-Wiederbelebung, auch cardiopulmonale Reanimation (CPR) genannt.

Kanüle (manchmal auch Katheter)
Schläuche, die der Chirurg in ein Blutgefäß einführt. Diese Schläuche führen das Blut vom Patienten zum ECLS-System und wieder zurück zum Patienten.

Kanülieren
Einführen der Kanüle in das Blutgefäß.

MECC-System
Das minimierte extrakorporale Kreislaufsystem ist ein minimalistischer Satz von Einwegartikeln, bestehend aus dem Quadrox D Oxygenator, der Rotaflow Zentrifugalpumpe und Schläuchen mit BIOLINE Beschichtung. Mit einer getrennten Kardiotomieabsaugung, der Entfernung des venösen Reservoirs und einem signifikant verringerten Primingvolumen verbessert MECC das Ergebnis des Patienten nach einer on-pump CABG.

MOF
Multi-Organ-Failure – aufeinanderfolgendes Versagen von Organen, zurückzuführen auf Sepsis, Schock, Wunden, Vergiftungen usw.

Perkutane Kanülierung
Einführen der Kanüle ohne chirurgischen Schnitt.

PTCA (PCI)
Perkutane transluminale koronare Angioplastie (auch bekannt als perkutaner koronarer Eingriff) ist ein therapeutisches Verfahren, um die stenotischen (verengten) koronaren Arterien des Herzens, die man bei koronaren Arterienkrankheiten findet, zu behandeln. Diese stenotischen Segmente sind auf den Aufbau von Cholesterin-beladenen Plaques durch Arteriosklerose zurückzuführen. PTCA wird gewöhnlich von einem interventionellen Kardiologen ausgeführt.

Protektive Beatmung
Seitdem die Resultate der ARDSNet-Studie im Jahr 2000 veröffentlicht wurden, ist in den meisten Intensivstationen das Konzept der protektiven Beatmung das große Ziel der Beatmungstherapie. Die protektive Beatmung fokussiert ein bestimmtes Tidalvolumen (6ml/kg bei idealem Körpergewicht) innerhalb den Grenzen eines bestimmten maximalen Atemwegs-Drucks und einer bestimmten Atemfrequenz. In den meisten ALI/ARDS-Fällen verursachen diese Beatmungsgrenzen ein höheres CO2-Level. Dies kann in bestimmten Situationen zugelassen werden (Konzept der permissiven Hyperkapnie). In manchen Fällen können die Ziele der protektiven Beatmung nicht erreicht werden, da Komplikationen auftreten (beispielsweise Azidose, pulmonaler Bluthochdruck) oder das medizinische Team so extrem hohe CO2-Werte vermeiden möchte. Die extrakorporale CO2-Reduktion ermöglicht die Verringerung der Lungen-Beatmung auf ein protektives Level und wurde bereits vor vielen Jahren vorgeschlagen.

PALP - Pumpengestütze Lungenprotektion (Pump Assisted Lung Protection)
PALP mit dem CARDIOHELP Life Support System reduziert den CO2-Gehalt im Blut und erlaubt Medizinern, die protektive Beatmung auch in schweren Fällen von ARDS oder COPD aufrecht zu erhalten.

Seldinger-Technik
Die Seldinger Technik ist ein medizinisches Verfahren für den sicheren Zugang zu Blutgefäßen. Das gewünschte Gefäß wird mit einer scharfen, hohlen Nadel, Trokar genannt, punktiert. Wenn nötig, wird die Punktierung mit Ultraschall geleitet. Ein Führungsdraht mit einer abgerundeten Spitze wird durch das Lumen des Trokars geschoben. Eine stumpfe Kanüle kann nun über den Führungsdraht in das Blutgefäß eingeführt werden. Sobald die Kanüle eingeführt ist, wird der Führungsdraht herausgezogen.

SEPSIS – Septic Shock Syndrome
Sepsis ist ein ernster Gesundheitszustand, der dadurch charakterisiert wird, dass der gesamte Körper aufgrund einer Infektion entzündet ist. Dieser Zustand wird auch als Blutvergiftung bezeichnet. Infolge der Infektion oder Entzündung kann Sepsis Kreislaufversagen und eine darauf folgende Hypoxie verursachen.

VAD – Ventricular Assist Device
Ein ventrikuläres Kunstherz oder kurz VAD ist ein mechanisches Gerät, das dazu verwendet wird, die Funktion eines versagenden Herzens teilweise oder vollständig zu ersetzen. Manche VADs sind für den kurzzeitigen Gebrauch vorgesehen, typischerweise für Patienten, die sich von einer Herzattacke oder einer Herzoperation erholen. Andere sind hingegen für den längerfristigen Gebrauch bestimmt (Monate bis Jahre, in manchen Fällen lebenslang). Diese werden typischerweise bei Patienten verwendet, die an Stauungsinsuffizienz leiden. VADs unterscheiden sich ganz klar von künstlichen Herzen, welche dazu konstruiert sind, die Herzfunktion vollständig zu übernehmen und es im Allgemeinen erfordern, dass das eigene Herz des Patienten entfernt wird. VADs wurden konstruiert, um entweder die rechte oder die linke Herzkammer oder beide gleichzeitig zu unterstützen.

Veno-arterielle ECLS/ECMO (oder VA Kreislaufunterstützung)
Diese Art der ECLS/ECMO unterstützt Herz und Lunge.

Veno-venöse ECLS/ECMO (oder VV Kreislaufunterstützung)
Diese Art der ECLS/ECMO unterstützt nur die Lunge.

VSD – Ventrikelseptumdefekt
Akuter Links-Rechts-Shunt nach einem Myokardinfarkt im Septum. Die darauf folgende Gewebenekrose führt zu einer erheblichen Störung. Dieser Shunt kann chirurgisch verschlossen werden, nachdem sich innerhalb von 7 bis 10 Tagen starkes Narbengewebe gebildet hat.

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Auszeichnungen

Das CARDIOHELP System ist nicht erhältlich in den USA.